Tips zur Raumgestaltung – mit Jalousien Räume optisch aufwerten

Haushalt — By on 26. Januar 2012 15:58

Die Jalousie ist eine “Schwester” der Gardine, trägt nur eine weit klangvollere Bezeichnung. Bereits das mag die eine oder andere Irritation auslösen. Wenn man dem noch hinzufügt, dass die Jalousie historisch eng mit dem Begriff Harem verknüpft ist, dürfte nicht nur der Eine oder Andere nachdenklich werden: Denn Jalousien haben auf den ersten Blick nichts Orientalisches, schon gar nichts Sinnliches – sondern wirken eher sachlich: Funktionaler Blick – und Sonnenschutz, der eher Büroräumen entspricht? Ganz und gar nicht – oder besser: Nicht nur. Die Jalousie ist neben der Gardine der wichtigste und am meisten verwendete Schutz vor Einblicken von außen und störender Sonneneinstrahlung. Ein kurzer Blick in die Geschichte der Jalousie macht sie um so interessanter.

Ein Hauch von Harem und eine Prise Paris

Die mechanisch verstellbaren Jalousien, die wir heute kennen, sind auf einen Pariser Tischler zurückzuführen, der sich seine Erfindung um 1812 patentieren ließ. Die einzelnen Lamellen, die seinerzeit aus Holz waren, konnten von diesem Zeitpunkt an verstellt und auch gewendet werden – diese Technik ist bis heute grundsätzlich nicht verändert worden. Allenfalls deutlich verfeinert und durch den Einsatz anderer Materialien und die erleichterten – industriellen – Produktionsbedingungen im Hinblick auf Bedienungsfreundlichkeit weiterentwickelt worden. Die ursprüngliche Jalousie, die viele Jahrhunderte an verschiedenen Orten der Welt den gleichen Zweck hatte, wie heute, wurde zunächst fest eingebaut und war unbeweglich. So dass sie zwar den Blick von innen nach außen ermöglichte, keinesfalls aber von außen nach innen. Und weil sie Frankreich sehr beliebt war, erhielt sie dort auch ihren Namen, um den sie von ihrer Schwester Gardine immer wieder beneidet wird: Jalousie ist das französische Wort für Eifersucht. Und an dieser Stelle wird der Bezug zum Harem deutlich: Denn es war die Eifersucht der Haremsherren, der die maurischen Baumeister dazu antrieb, zunächst eiserne Fenstergitter mit feststehenden Lamellen in die Fenster der Haremsdamen einzubauen, damit diese von außen nicht gesehen werden konnten. Was den Haremsherren recht war, war den Parisern billig – und so begann der Siegeszug der Jalousie. Die heute nicht mehr wegzudenken ist und sich immer weiter zu ihrem Vorteil entwickelt hat. Dass die Jalousie in ganz verschiedenen Kulturen, die entsprechend voneinander abweichende Vorstellungen von Architektur (Architektur des Orients und französischer Klassizismus, um 1800 auch “Revolutionsarchitektur”) hatten, gleichermaßen verwendet wurde, spricht Bände. Und beschreibt sie in ihrem Wesen: Anpassungsfähig, funktional, widerstandsfähig und dekorativ. Und so verbringt sie ihr Leben vor mehr als tausendundeinem Fenster. Wie ihre Schwester Gardine. Dabei können beide nicht nur das, sondern viel mehr:

Ein wenig New York und jede Wohnung

Jalousien werden vor dem Fenster angebracht, in der Fensternische, vor der Fensternische, am Fenster selbst, das weiß ein jeder. Und es lohnt sich, die Eigenschaften der Jalousie einmal genau zu betrachten, denn auf diese Weise werden weitere Einsatzmöglichkeiten gut sichtbar: Die Jalouise verhindert Einblicke von außen – ihrer eigenen Geschichte verpflichtet. Ebenso verhindert sie aber auch Einblicke nach innen, auf das, was sich hinter ihr verbirgt. So kann sie – puristisch, oder auch ganz anders – Schranktüren ersetzen. Und vor Regalen, offenen Sideboards, Stauräumen eine optisch geschlossene Front aus Metall, farbigem Kunststoff, oder anderen gewünschten Materialien bilden. Dabei ist die Jalousie der üblichen Möbeltür in zwei Wesenszügen weit überlegen ist: Weil sie beim Öffnen keinen Raum in Anspruch nimmt. Der Öffnungswinkel entfällt. Und auch “Zwischenformen” möglich macht, die ästhetisch einer halboffenen Schranktür deutlich überlegen sind. Mit ein wenig Kreativität lassen sich so anspruchvolle und außergewöhnliche Gestaltungsformen entwickeln, die überaus funktional sind und angesichts des breiten Sortiments verschiedenster Jalousien ganz individuelle Umsetzungen ermöglichen – den vorhandenen Voraussetzungen und Wünschen entsprechend. Eine Wand, die von Decke bis Fußboden mit Jalousien versehen wird – einfarbig oder auch mehrfarbig – kann, gegebenenfalls mit einer dahinter befindlichen Beleuchtung, zu einem beeindruckenden Element auch farblicher Raumgestaltung werden. Die möglicherweise dahinter befindlichen (Bau-)mängel oder andere Ärgernisse verschwinden dahinter – gab es sie jemals? Der Betrachter nimmt ein Designobjekt besonderer Art wahr. Gleichgültig, ob Küchennische, oder Schlafbereich: Die Jalousie verwehrt den Einblick. Und gibt ihn auch wieder frei, ohne selbst viel Raum zu fordern. So dient sie auch als raumteilendes Element: Nahezu unsichtbar an der Decke eines Raumes montiert und heruntergelassen mit der Wirkung eines postmodernen Raumteilers. All’ das ist auch in jeder Wohnung möglich, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Wer mag, darf auch beide Schwestern bemühen und die eine mit der anderen rahmen. Die Jalousie vor dem Fenster und zwei passende Gardinenschals an jeder Seite, machen ein Fenster zu einem außergewöhnlich harmonisch gestalteten Element der Wohnung. Und betonen den wohnlichen und stilvollen Charakter. Auf Jalousieshop.net finden man entsprechende Ausstattung ohne Probleme.

Vielseitigstes Gestaltungselement für Räume und Mobiliar

Eifersucht treibt dann nur noch den, der eine ebenso kreative Nutzung nicht erkannt hat – zum günstigen Preis vor allem – und mit geringem handwerklichen Aufwand: Denn Jalousien können online in großer Vielfalt bestellt werden, so hoch, so breit, wie man es wünscht. Mit breiten und mit schmalen Lamellen, von Schwarz bis Weiß und Gelb bis Dunkelblau. In Metall. Aus Holz – für jedes ganz individuelle Wohn- und Büroeinrichtungskonzept. Und für Tausendundeine Gestaltungsidee.

Bildmaterial erstellt von GIS – Fotolia

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